Offizieller Brief aus Deutschland an die chilenische Präsidentin

Publicado: 2 noviembre 2014 en Deutsch
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An Michelle Bachelet,

Präsidentin der Republik Chile

Erklärung der Academia Mapuche II

Köln, den 28. Oktober 2014

Vom 23.- 26. Oktober 2014 fand in Köln die Academia Mapuche II statt, an der verschiedene Vertreter des Volks der Mapuche aus Europa, Chile und Argentinien und auch Politiker (die bolivianische Botschafterin), Indigene aus Peru, Ecuador und Bolivien sowie Vertreter von europäischen sozialen Bewegungen teilnahmen. Gegenstand dieser Konferenz war der Austausch über die koloniale Situation der Mapuche in Chile und Argentinien und ähnliche Situationen von anderen indigenen Völkern weltweit.

Hiermit erklären wir Folgendes:

Wir fordern vom chilenischen Staat und der Regierung von Michelle Bachelet:

  • Die Demilitarisierung des Mapuche-Gebiets
  • Keine Genehmigung und kein Bau von Staudammprojekten auf Mapuche-Territorium
  • Keine Anwendung antidemokratischer Gesetze, wie das Gesetz für Staatssicherheit (ley 12.927) und das Antiterrorgesetz (ley 18.314). Wir lehnen die verstärkte Anwendung und eine Namensänderung des Gesetzes ab. Die Widerstandsbewegung der Mapuche wird dabei kriminalisiert und keine Lösung für die politisch-gesellschaftliche Frage vorangebracht.
  • Ihre Stellungnahme als Verantwortliche für einen Rechtsstaat hinsichtlich der Selbstverteidigung, die ein Teil der Großgrundbesitzer mithilfe des paramilitärischen Kommandos Hernán Trizano angekündigt hat, das mit seiner Waffenbereitschaft die Lage noch verschärft.

Ebenfalls fordern wir die Umsetzung der ILO-Konvention 169 bezüglich des Konsultativrechts und die Abschaffung der Dekrete Nr. 66 und Nr. 40.

Das Volk der Mapuche ist ein Rechtssubjekt, wie aus mehreren internationalen Rechtsintrumenten wie z.B. der UN-Erklärung über die Rechte indigener Völker und der ILO-Konvention 169 hervorgeht.

Weiterhin fordern wie die sofortige Anerkennung der Sprache der Mapuche als offizielle Amtssprache überall auf Mapuche-Gebiet. Dabei wollen wir unsere Bildungspolitik selbst bestimmen und ein Projekt für Mapuche-Bildung ins Leben rufen.

Wir fordern von den Politikern des chilenischen Staats einen klaren Fortschritt bei der Lösung dieses „Konflikts“, der fälschlicherweise „Mapuche-Konflikt“ genannt wird. In der Hand der Politiker und an ihrem Willen liegt es, auf die legitimen Forderungen des Volks der Mapuche nach Land, Autonomie und Selbstbestimmung einzugehen.

– Asociación de fomento rural Carrilaf (Wallmapu/Argentina)
– Asociación KIMUN (Suiza)
– Asociacion de chilenos del Canton Vaud (Suiza)
– Colectivo 12 de octubre (Suiza)
– Colectivo de arte y cultura Mapuche (Alemania)
– Comunidad de Historia Mapuche (Wallmapu/Chile)
– Federación Mapuche de Estudiantes (Wallmapu/Chile)
– Fundación Folil (Paises Bajos)
– Grupo Regional de la Asociación para los Pueblos Amenazados (gfbv-koeln(at)yahoogroups.de) (Alemania)
– Investigador International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) (Alemania)
– Portavoz PAH Madrid y Presidenta CONADEE (España)
– Red Mapuche Alemania
– Red Mapuche Bélgica
– Red Mapuche Suiza
– Tierra y Libertad para Arauco (Francia)

– Voceros del movimiento mapuche autónomo en resistencia (Wallmapu/Chile)

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